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Fromm berichtet, daß er nur selten noch Patienten in seiner Sprechstunde sieht, die an einer Krankheit mit bestimmten Symptomen leiden, sondern Menschen, die Hilfe suchen, um mit den Unbilden der Zeitläufte zurechtzukommen.
Der Zen-Buddhist Suzuki findet in seiner Welt nicht mehr nur die Gleichheit allen Seins, sondern auch Anlehnungen an Gedanken über einen persönlichen Gott, der den Menschen geschaffen hat. Von daher ist es zu verstehen, daß bei aller Unterscheidung von Zen und Analyse die beiden Autoren sich zu Annäherungen an die Theorie des anderen gedrängt fühlen. Es werden allerdings nicht mehr der Weg des Zen und die Arbeitsweise der Psychoanalyse im eigentlichen Sinne beschrieben, sondern Gedanken, die von diesen Positionen ausgehen. Man wird dabei an eine häufige Bewegung der heutigen Zeit erinnert, nämlich der Vermittlung zwischen verschiedenen Weltanschauungen, aus der Angst heraus, in der eigenen Gruppe isoliert zu sein und sich Angriffen von anderer Seite ausgesetzt zu sehen. Es ist ein Vorteil dieser Bewegung, daß man einsichtig wird, daß die gleichen Wahrheiten in verschiedenen Gefäßen bewahrt werden können (Ramakrishna). Gleichzeitig zeigt sich auch die Gefahr, daß solche Vergleiche zu einer Verwischung der Grenzen führen, die für eine gedankliche Klarstellung nun einmal notwendig sind. Daher hinterlassen, diese beiden Arbeiten auch den unangenehmen Eindruck, daß durch das Verlassen einer festen Position die Gedanken an Verbindlichkeit verlieren.
Suzuki beschreibt eingangs Unterschiede zwischen östlichem und westlichem Denken. Vom Zen sagt er, es werde dort angestrebt, in die Sache selbst einzudringen, was weitgehend den Charakter von Identifizierungen zu haben scheint. Dagegen sieht er die westliche Wissenschaft als beschreibend, ordnend und abstrahierend. Er sieht eine größere Freiheit in der Bewußtwerdung der Objekte durch Identifikation. So sagt er auch, ein Selbstbewußtsein sei nur möglich,