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Das Buch ist ein gutes Kompendium für Studierende. Es ist sachlich und leicht verständlich geschrieben und bietet einen ausreichenden theoretischen Überblick über die meisten (nicht alle) gebräuchlichen psychotherapeutischen Methoden, um sich ein allgemeines Bild von diesem Gebiet machen zu können. Es wird nicht auf die bestehenden Meinungsverschiedenheiten und nicht auf die Problematik innerhalb einer Theorie oder die praktischen Schwierigkeiten eingegangen.
Der Titel ist eigentlich irreführend, da Verf. die Belange des praktischen Arztes nicht direkt anspricht. Es wird weder etwas über eine therapeutische Haltung des Praktikers gesagt, noch die praktischen Probleme der Indikationsstellung für eine Psychotherapie erörtert. Man vermißt auch genauere Angaben über Ausbildungsstätten.
Verf. berichtet über Autosuggestion, Suggestionsmethoden, Hypnose, Rogers' “non directive” und Kretschmers “zweigleisige” Methode, über Narkoanalyse, Psychagogik, verschiedene Gruppentherapien, Psychoanalyse und die Psychotherapien nach Adler, Jung, Caruso und Frankl. Die neoanalytischen Gruppen finden keine Erwähnung. Unter analytischer Gruppentherapie versteht Verf. Verfahren außerhalb der Psychoanalyse, ohne dies zu erwähnen. Die vergleichenden Ergebnisse zwischen “zudeckenden” und “aufdeckenden” Methoden auf den letzten fünf Seiten vermitteln einen subjektiven Eindruck des Verf.