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Der 4. Band des “Handbuches der Psychologie” wird von einer klaren Erörterung der Begriffe “Person”, “Persönlichkeit” und “Charakter” von M. Koch eröffnet. Mit Recht verzichtet er in seiner Übersicht auf Vollständigkeit, da diese “bei so häufig verwendeten Wörtern kaum zu erlangen” ist. “Vielmehr sollen charakteristische Verwendungsarten aufgezeigt werden, die sich auf mannigfache Weise gegenseitig beeinflussen. Hierbei erkennen wir, daß sich die Bedeutungen psychologischer Begriffe nie ganz aus der Psychologie selbst erklären lassen. Unser Überblick wird aber zugleich zeigen, daß die charakterologische Terminologie nicht nur durch eine andauernde Abhängigkeit von außerpsychologischen Einflüssen gekennzeichnet ist, sondern auch durch ein stetiges Streben nach Eigenständigkeit ihrer Definitionen.” Koch verfolgt die Entwicklung von der Fundierung der charakterologischen Terminologie (Person, Charakter, Temperament, Typus) in der Antike über die Begriffe “persona”, “personalitas”, und “Persönlichkeit” in der Scholastik und in der deutschen Mystik bis zur Auffassung der Individualität in der Aufklärung und im deutschen Idealismus (Goethe, Humboldt). Die Darstellung der “Ansätze zu eigenständigen charakterologischen Begriffen” beginnt er mit der Exposition der Problematik der sog. Versuchsperson, berücksichtigt auch die Rolle der Begriffe “Person” und “Persönlichkeit” in der neueren Rechtslehre und schließt das erste Kapitel mit einer “Übersicht über die heutigen Definitionen” ab, wobei freilich der Hinweis auf Schelers Konzeption aus den Jahren 1913/16 (Seite 22) in dieser abstrakten Form unverständlich bleibt und auch nicht recht am Platz ist.
Im zweiten Kapitel behandelt W. Salber “qualitative Methoden der Persönlichkeitsforschung”. Er versteht darunter “Verfahren zur Erfassung der Eigenart seelischer Phänomene in einer durch Eigentümlichkeiten natürlichen Verstehens gegründeten Weise, die systematisch durch Erkenntnisabsichten gelenkt und durch eigene Prinzipien gereg