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Das “Gestaltprinzip” sei “nach allem, was bekannt ist, als eine eigenartige und phylogenetisch uralt-vitale Errungenschaft anzusehen”, versichert uns Bühler. Diese These kann gewissermaßen als “Axiom” gelten, das wie ein unsichtbarer Faden sein neues Buch durchzieht. In der Hauptsache handelt es sich um Randbemerkungen zu Lesefrüchten (“ich habe das meiste nur von euch”, erklärt B. offenherzig). Aus ihnen zitiert der Verf. vorwiegend jene Stellen, die ihm zur Illustration oder Stützung des Gestaltprinzips geeignet zu sein scheinen. Allerdings versucht er nicht immer, seine Geltung an den mitgeteilten Tatbeständen wirklich nachzuweisen. Das überläßt er öfters stillschweigend dem Leser. B. liebt offenbar mehr das wertende Stellungnehmen, und das macht er oft genug geistreich und unterhaltsam. Dazu trägt auch sein Stil bei, dem ein Stich ins Journalistische eignet. Dem fügt sich die etwas kokettierende Selbstbezüglichkeit: während er sonst mit Zitaten anderer Autoren, in denen er selbst gute Figur macht, nicht gerade geizt, verschweigt er einmal verschämt, daß er das “Aha-Erlebnis” kreiert hat und schreibt es einem “gewissen” Psychologen zu.