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Die kleine Monographie stellt eine wichtige Einzeluntersuchung zum Verhalten der Primaten, denen ja auch der Mensch angehört, dar. Ihr besonderer Wert liegt in der Beobachtung und Beschreibung zahlreicher Einzelelemente des Sozialverhaltens und ihrer Beziehungen zur Rangordnung innerhalb der Gruppe.—Die Untersuchungen wurden durchgeführt an den 15 Individuen der Papio hamadryas-Gruppe des Zürcher Zoo; sie wurden ergänzt durch Vergleiche mit der großen Herde von Papio papio des Zoologischen Gartens in Paris-Vincennes. Ein Teil der Ergebnisse wird in sog. Soziogrammen dargestellt. In ihnen sind für jeweils ein Verhaltenselement die Beziehungen der Einzeltiere zueinander ablesbar.
Ein Katalog von 70 sozialen Verhaltenselementen wurde festgestellt. Es werden davon die Elemente der Mutter-Kind-Beziehung mit Bauchtragen, Rückentragen, Aufforderung zum Rückentragen, Umarmen und Anschmiegen und die Elemente der Drohung und Angst: Extremitätenbiß, Brauenziehen, Bodenschlag, Scheinangriff, Genickbiß, Aufsuchen des Ranghohen behandelt; außerdem zwei Verhaltensweisen, deren Deutung nicht ohne weiteres klar ist, der “Mundkontakt”, der sich nach Interpretation des Autors wahrscheinlich aus der Kontrolle des vom älteren Partner verzehrten Futters her entwickelt hat und der Erkundung der psychischen Situation dient; und das “Kreiswischen”, das dem Abwischen der Nase, wie es nach dem Trinken beobachtet wird, ähnlich ist. Es wird als Übersprungbewegung angesehen.
Die genaue Kenntnis der sozialen Verhaltensweisen erlaubte eine Analyse der sozialen Struktur der Gruppe. Für sie ist die räumliche Verteilung der Tiere charakteristisch, die abhängig ist von den Ortsveränderungen des α-Tieres. Sehr deutlich läßt sich die soziale Struktur auch aus einer Tabelle ablesen, in der “die Häufigkeit angstfreier sozialer Aktivitäten in sämtlichen Zweierbeziehungen” dargestellt ist. Es ist daraus u. a. zu ersehen, daß die soziale Hautpflege am α-Tier von den ranghöheren Weibchen weit häufiger durchgefü