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“Die Psyche des Menschen” – so erklären die Verfasser – “setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, der “seelischen” und der “geistigen”, beides im engeren Sinne gemeint … “Seelisch” ist das ganze (unbewußte) Empfindungsleben, recht eigentlich das “Leben”. Das Geistige überlagert sich ihm; dadurch werden die von ihm erfaßten Erlebnisse bewußt (“wie von einem Scheinwerfer beleuchtet”), gedanklich verarbeitet, innerlich in Worte gefaßt und gegebenenfalls geäußert. So kann man sagen: im Seelischen liegt das dem Tiere mit dem Menschen Gemeinsame, im Geistigen, was den Menschen über das Tier stellt” (S. 20).
Tiere besitzen nach Auffassung der beiden Autoren kein Bewußtsein. “Unbewußtes Sein ist dem Tiere und dem Menschen gemeinsam, bewußtes dem Menschen eigentümlich. Dazwischen gibt es nichts. Das folgt aus der Negation des einen der beiden Begriffe” (S. 19).
Um das Wesen des dem Menschen allein zukommenden geistigen (mentalen) Komplexes klarer zu erfassen, geben uns die Verfasser folgendes zu bedenken: “Das wichtigste ist wohl die Untrennbarkeit von Geist, Denken, Sprache und Bewußtsein” (S. 20). Von dieser Feststellung ausgehend lasse sich zeigen, daß das Tier eine Reihe ihm bisher von Tierpsychologen und Laien zugeschriebene Eigenschaften nicht besitzen könne. So schläft z. B. das Tier nicht – es schlummert. “Der Schlaf erscheint als der gegensätzliche Begriff zum menschlichen Wachsein und damit zum Bewußtsein” (S. 43). Er ist eine mentale und somit spezifisch menschliche Erscheinung. Wir sind auch nicht zur Annahme berechtigt, das Tier verfüge über Gedächtnis. Sein Lernvermögen beruht lediglich auf Prägung. Denn Gedächtnis (dachte, gedacht) gehört zu Denken, und Denken zu Geist, ist demnach ebenfalls ein mentales Phänomen. Beim Menschen, und nur bei ihm, legt sich über die Prägung das Bewußtsein, “und somit haben wir neben unbewußter Erb- und Einprägung Gedächtnis und Erinnerung. Aber diese beiden sind mit dem Bewußtsein zusammen eine Neuerscheinung beim Menschen” (S. 2