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Der soziologische Zug, der zur Zeit durch die Psychiatrie geht, ist auch in der Jugendpsychiatrie spürbar. Ein wertvoller Beitrag ist: “Das von der Mutter getrennte Kind …” von Loeber, in dem schließlich die Familiengruppe an Stelle des Heims, und der Mensch, der sich für immer zuwendet, an Stelle von Therapiestunden empfohlen werden. Über einen großen Teil der Kinderpsychiatrie möchte man den an anderer Stelle des Buchs zitierten Rat von Lao-tse schreiben, “die natürliche Art des Menschenherzens nicht zu stören”, was in der Gruppentherapie gemeinhin schon weniger der Fall zu sein scheint als in der Einzelbehandlung. Der Vorteil indirekter Therapie, d. h. der therapeutische Einfluß von Eltern, Erziehern und Kindern auf Kinder erscheint nach vielen Arbeiten, sei es vom Negativen, sei es vom Positiven her, evident. Es mag in jedem Fall besser sein, auf das Kind als Ganzes einzuwirken, als nur bestimmte Teilziele anzustreben. Die “Übung der Motorik … bei entwicklungsrückständigen Kindern” zeigte, daß der Versuch der ganzheitlichen Arbeit im Endergebnis erfreulicher war als der, der mit dem gezielten rein motorischen Training durchgeführt wurde. Auf die notwendige Schärfung psychopathologischer Begriffsbildung und die verhängnisvollen Folgen ungenauer Diagnostik in der Kinderpsychiatrie wird hingewiesen, andererseits wird die Kenntnis speziell kindlicher pathologischer Zustände (Beobachtungen der kindlichen Psyche … bei Meningitis, Tbc.) durch diesen Band vermittelt. Die Zusammenschau von kindlichem Ausdruck, Psyche und Soma stetig kritisch zu üben, mutet als gleich wichtige Konsequenz an, um Beobachtungs-Verzerrungen und allzu Spekulative