You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Arbeit ist eine Veröffentlichung des von Prof. Martin Keilhacker geleiteten “Wissenschaftlichen Institutes für Jugendfilmfragen” und entstand im Zusammenhang mit dem Arbeitskreis Jugend und Film in München. 15- bis 18-jährige Jugendliche wurden, teils durch Fragebogenerhebungen in Oberschulen und Berufsschulen, teils durch Gespräche in Arbeitsgemeinschaften über ihr Verhältnis zu Kino und Film befragt. Obwohl die Ergebenisse nicht überraschend sind – Zunahme des Anteils der Jugendlichen am Kinobesuch, Berufsschüler eifrigere Kinogänger als Oberschüler, erhebliches Gefälle der Ansprüche an den Film von den Oberschülern zu den Berufsschülern, Einfluß der Filme auf Erscheinungsbild und Verhalten der Jugendlichen – und obwohl die Schlußfolgerungen vorwiegend unter pädagogischen Gesichtspunkten gezogen werden, ist die Zusammenstellung der Daten auch für den Tiefenpsychologen aufschlußreich. Sie zeigt die Suche des Jugendlichen nach Vorbildern, das Ringen um eine Identität, das beinahe starre “Außengelenktsein” einer großen Anzahl Jugendlicher. Hervorzuheben ist der verständnisvolle, affektfreie Ton der Darstellung.