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Die Technik, einst Helfer des Menschen, sein Leben zu verbessern, ist nun zu seinem Herrn geworden, dem der Mensch sich mehr schlecht als recht anpassen muß. Für die Initiatoren dieser Entwicklung hat nicht die Technik “die Grenzen der Humanität überschritten, sondern der Mensch ist antiquiert”.
Die Harmonie — der Grundakkord
göttlicher Schöpfung — in der Natur wurde durch die Technisierung entscheidend gestört, wie der Autor auf wenigen Seiten mit der ganzen Leidenschaft seines Herzens aufweist, und die Schäden sind überall unübersehbar geworden. “Der Gleichgewichtszustand, den wir Gesundheit nennen, ist von zwiefacher Art. Er meint nicht allein ein optimales Zusammenspiel innerhalb des menschlichen Leibes, sondern ebenso eine harmonische Relation zwischen dem Menschen und seiner Umwelt.” Aber nicht nur die Umwelt des Menschen ist durch die Technik denaturiert worden — hier schildert der Autor die Fakten mit Huxleyscher Suggestivkraft —, sondern sie hat auch die individuelle leib-seelische Homöostase verzerrt. Die grassierenden Suchterscheinungen sieht der Verf. als Folge des beschränkten Hinstarrens der Technik im Bereich der Medizin auf Einzelergebnisse und -ziele (z. B. die Vermeidung von Angst und Unlust durch Tranquillizer und die Erhaltung der Produktivität durch Stimulantien).
“Im Spezialistentum drückt sich die lokalisierte Selbstherrlichkeit der Technik am deutlichsten aus.” Es hat in Verbindung mit der Illusion einer “voraussetzungslosen Wissenschaft” zwar zu wertvollen Ergebnissen geführt, aber der wachsenden Verarmung des Spezialisten an Bildung geht eine Verdünnung der Verantwortung parallel: die Mechanisierung der Diagnostik, das Aufgeben einer individuellen Therapie in der Medizin und die beklagenswerten Unmenschlichkeiten zurückliegender Experimente sind die Ausgeburten der mit der Spezialisierung einhergehenden Geisteshaltung.
Unüberhörbar ist die Verbitterung des Autors als Arzt in seiner Schilderung des “perfekten Patienten”, der zu dieser mechani