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Die vorliegende Arbeit stellt gewissermaßen einen Vorstoß in ein Gebiet dar, das unserem Wissen unzugänglich ist. Wir wissen nichts über die Art und Weise des psychischen Funktionierens während der ersten Wochen und Monate nach der Geburt, und wir versuchen hier, etwas von den Wirkungsweisen von Reizen auf die Psyche des Kindes zu erkennen, das zu diesem frühen Entwicklungsstadium selbst noch keine Erfahrungsmöglichkeiten über das Was und Woher der Reizerscheinungen besitzt. Hierzu gehören meiner Ansicht nach auch zielgerichtete Tätigkeiten des Kindes in den ersten Lebenswochen und -monaten, wie die Suchbewegungen nach der Brustwarze oder das Schreien, wenn das gesuchte Objekt ausbleibt. Wir stellen dieses quasimechanistisch oder reflexologisch ausgedrückte Beispiel an den Anfang, um damit die ontogenetisch undifferenzierten psychischen Funktionsweisen zu kennzeichnen, mit denen wir uns hier beschäftigen wollen.
Man ist gewohnt, den Narzißmus und die Libido mit ihren Besetzungen so zu behandeln, als seien sie von Anfang an dynamisch wirksam. Vielleicht hilft es uns aber ein Stück weiter, wenn wir postulieren, daß diese anlagemäßig vorhandenen und in, ihrem Entwicklungsgang vorgezeichneten Funktionen in einem sehr frühen Stadium beträchtlich verändert werden können, wenn bestimmte archaische, affektiv-psychische Funktionsweisen selbständig bleiben, statt als bloße Komponenten integrativ eingeordnet zu werden. Trifft dieses Postulat zu, dann sollte man seine natürliche Konsequenz näher betrachten und klinisch verwerten. Sie läßt sich kurz, wenn auch etwas ungenau, etwa folgendermaßen formulieren: Die dem Körper-Ich zeitlich vorausgehenden Reaktionsweisen auf Reizeindrücke eignen sich, sofern sie unintegriert fortbestehen, nicht zur Besetzung mit narzißtischer oder Objekt-Libido, außer als Medium sekundärer Verarbeitung oder pathologischer Abwehr. Man könnte sich fragen, ob nicht auch Hartmann (7) eine ähnliche Unterscheidung im Sinne hatte, als er vor kurzem — wenn auc