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Zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung wurde dieses Jahrbuch herausgegeben. In den Geleitworten A. Freuds und W. Hoffers wird die große Tradition deutschsprachiger psychoanalytischer Jahrbücher und Zeitschriften in Erinnerung gebracht. Der Verteilung der Arbeiten — 7 stammen von ausländischen, 6 von deutschen Autoren — liegt die Absicht zugrunde, deutschsprechenden Psychoanalytikern einen leichteren Zugangsweg zu den Forschungsergebnissen der psychoanalytischen Wissenschaft im Ausland zu geben. Im ersten Teil des Buches erscheinen unter dem Thema “Allgemeine und theoretische Beiträge” folgende Arbeiten:
M. Balint befaßt sich erneut mit dem Problem “Primärer Narzißmus und primäre Liebe”. Bekanntlich hat sich der Autor schon in seiner Kritik der Lehre von der prägenitalen Libidoorganisation (Intern. Z. ärztl. Psychoanal. 21 , 539) gegen die Annahme eines primären Narzißmus ausgesprochen und es verdient gerade anläßlich dieser Jahresfeier hervorgehoben zu werden, daß Müller-Braunschweig angesichts des faktisch vorhandenen Objektbezuges des Säuglings die Meinung vertrat, das Stadium des primären Narzißmus sei durch die Unfähigkeit charakterisiert, Vorstellungen von Subjekt und Objekt zu bilden.
Balint zeigt nun durch sorgfältige Quellenstudien, daß Freud drei gegenseitig sich ausschließende Ansichten über die früheste Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt vertrat. So widerspreche der Abschnitt “Die Objektfindung” in den “Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie” den später eingeführten Theorien und der Widerspruch zwischen “primärer Objektliebe, primärem Autoerotismus und primärem Narzißmus” sei nie zufriedenstellend gelöst worden. Balint kommt zu dem Ergebnis, daß die von Freud angeführten 8 klinischen Fakten nicht für einen primären, sondern lediglich für die These des sekundären Narzißmus sprechen. Im Schlaf, in der Schizophrenie und in anderen regressiven Zuständen bleibe eine sehr primitive Form von Beziehung zu einer undiffer