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21. Lieferung: J. Segers “Arbeitstherapie”. Diese wirke sowohl auf der physischen, als auch auf der psychischen und der geistigen Ebene. Die Wirkung “bis in das Geistige”, der “dritten Dimension” des einheitlich-ganzheitlichen Menschseins bestehe in einer Förderung der Selbstwerterlebnisse, wodurch eine geistige Anregung und eine Weckung des Willens und des Denkens, ein Gewinn von Selbstvertrauen und Selbstachtung erreicht würde. Daraus sieht man, was mit “Dimensionen”, zum Unterschied von “Stufen oder Schichten”, gemeint ist. Der Verfasser bestätigt nachdrücklich aus seiner Erfahrung, wie schwere konversionshysterische Krankheitsbilder oder Psychoneurosen, an denen man sogar vorher lange völlig vergeblich “herumpsychotherapierte”, ganz verschwinden und zu bleibender Heilung kommen konnten, wenn man eine “einfache psychagogische oder logotherapeutische Führung” zu verbinden wisse mit einer geeigneten Beschäftigungstherapie im Rahmen einer nach diesen Prinzipien gut organisierten klinischen Abteilung.
W. Ritter v. Baeyer: “Schocktherapie und Hibernation”. Dieser Beitrag bringt mit sorgfältigen Begründungen, die auf diesem Gebiet so notwendige kritische Einstellung des Verfassers zum Ausdruck. In der Somatotherapie sieht er die Möglichkeit, das sie “zum Durchgangsstadium und zur Starthilfe einer Neuorientierung wird und den zunächst ungangbaren Weg zur Psychotherapie freilegt”. Dies geschehe durch die Eigenwirkung der hier gemeinten physikalisch-chemischen Umstimmungsverfahren. Die vielfach geübte wahllose Anwendung psychotroper Drogen gerade auch bei nichtpsychotischen Störungen sei indiskutabel. Günstige Wirkungen der Elektrokrampftherapie bei reaktiven Depressionen seien am ehesten bei Formen zu erwarten, die dem endogenen Pol nahestünden. Bei asthenischen Persönlichkeiten, hypochondrisch oder anankastisch gefärbten Verstimmungen könne auch gerade das Gegenteil des erwünschten Erfolges erreicht werden, nämlich eine sich an die psychoorganischen Schockfolgen anheften