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Felix Schottlaender, Mitbegründer der Psyche, starb am 13. März 1958. Freunde und Schüler widmeten ihm die vorliegenden Arbeiten. Sie reichen von Referaten über Schottlaenders Krankheits- und Heilungsbegriff (Ehebald; Zimmer) bis zu (kasuistischen) Beiträgen zur Psychosenbehandlung (Galvin; D. Wyss), von der Kasuistik zur Spieltherapie mit Kindern (Zulliger) bis zum Exkurs über den esoterischen Charakter der Psychotherapie (Graf Dürkheim) und vom kritischen Grundsatzreferat (Bally) bis zu klinischen Beispielen einer medizinischen Anthropologie (Seemann). Besonders anregend sind ferner die Arbeiten Bräutigams über Stufen psychotherapeutischen Selbstverstehens und von Pongratz über Erscheinungsformen seelischer Zwiespältigkeit beim alten Menschen.
Alle Beiträge veranschaulichen einen wesentlichen Zug Schottlaenders: als Gedächtnisgabe vermitteln sie noch einmal, selbst dem Außenstehenden, den weiten Interessenbereich des Verstorbenen, aber auch sein Hauptanliegen einer personalistischen Psychotherapie, das er durch jahrzehntelangen Umgang mit seelisch Kranken immer präziser formuliert hat. So ist das Büchlein über seinen unmittelbaren Anlaß und seine bemerkenswerten Beiträge hinaus eine vorzügliche Anregung, sich mit den Publikationen Schottlaenders selbst vertraut zu machen, wozu die Bibliographie am Schluß des Buches einen guten Wegweiser abgibt.