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In überaus umfassender Weise wird in dem vorliegenden Buch vom alternden Menschen berichtet, von seiner soziologischen Situation, von dem Termin, wenn der Mensch zum ersten Male merkt, daß er alt wird, und von der Psychologie des Lebenslaufes, dem Blick in die Zukunft, in die Vergangenheit, der Lebensbilanz. Es wird gesprochen von dem Sich-Ordnen der Vergangenheit, von dem Erlebnis der Vergänglichkeit und den seelischen Bedürfnissen des alternden Menschen. Die Probleme der Pensionierung werden erörtert und die Wandlungen der Persönlichkeit. Ein besonderes Kapitel ist dem spät Erfüllten gewidmet. Dies wird sehr eindrucksvoll an dem Beispiel Theodor Fontanes aufgewiesen.
Das Buch schließt mit dem Kapitel über die Einstellung zum Tod und mit Ausführungen zum Thema des Leidens.
Die Inhaltsangabe zeigt, wie reichhaltig der Stoff ist und es muß weiterhin zugefügt werden, daß jedes Kapitel anschaulich illustriert ist durch viele Zitate und Aussprüche von Dichtern und Wissenschaftlern aus allen Zeiten. Man erfährt vor allen Dingen auch hier wieder die große Mannigfaltigkeit der Probleme. Das Buch ist weiter besonders wertvoll dadurch, daß es nicht weniger als 191 Literaturzitate aufweist. Ich möchte denken, daß jeder, der sich heute mit den Fragen des alten Menschen beschäftigt, in diesem Buch viel Nützliches und Anregendes finden wird.