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An einem nicht ausgelesenen Material von 53 Fällen (38 Frauen, 15 Männer) von zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr erstmals aufgetretenen “vollschizophrenen Krankheitsbildern” geht Klages den Fragen nach, welche innerhalb der Schizophrenie den problematischen Gehalt der Lehre von den Psychosen des höheren Lebensalters betreffen, die Kraepelin das “dunkelste Gebiet der Psychiatrie” genannt hat. Dabei liegt dem Verf. vor allem “an einer subtilen Durchleuchtung des Einzelfalles”. Er hat nur Patienten mit Primärsymptomen (Denkstörungen, akustische Halluzinationen, magische Fernwirkungserlebnisse u. a.) berücksichtigt, einfache Wahnbildungen, paranoide Entwicklungen von der Art des sensitiven Beziehungswahns, Paraphrenien im Sinne von Kolle, Bostroem u. a. ausgeschieden. “Bei allen Patienten wurden eingehende Studien zur Heredität, zur prämorbiden Persönlichkeit und zur ganzen sozialen Struktur durchgeführt. Nach der Entlassung wurde das weitere Ergehen der Patienten Jahre hindurch verfolgt. Auf den weiteren Verlauf, auf die soziale Wiedereingliederung und auf die nachträgliche Einstellung zur abgelaufenen Psychose wurde großer Wert gelegt. Über jeden Patienten wurden nicht nur die nächsten Angehörigen, sondern auch andere Bezugspersonen (Vorgesetzte, Mitarbeiter usw.) eingehend gehört, so daß sich aus einer Reihe von Angaben aus verschiedenen Richtungen erst das Bild der prämorbiden Persönlichkeit zusammensetzte. Auch beim Verfolgen der Katamnese wurden neben den