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Der Autor beabsichtigt, “die Bedeutung emotionaler Faktoren für das Entstehen allergischer Symptome in einer für den jungen Internisten geläufigen Sprache und anschaulichen Form darzustellen.” Unabhängig von diesem Ziel — der Psychoanalytiker wird hinsichtlich des Erfolges berechtigte Skepsis äußern — stellt das Buch gerade für den geschulten Psychotherapeuten einen sehr gewinnbringenden Beitrag dar. Auf Grund einer umfangreichen, durchgearbeiteten allergologischen Literatur kann der Autor mit einer Reihe höchst interessanter Fakten bekanntmachen, die das eigene Wissen um die emotionalen Faktoren bei allergischen Erkrankungen somatologisch fundieren.
In der allergischen Fachliteratur sind Angaben niedergelegt über die Zunahme der Allergieanfälligkeit in den letzten Jahrzehnten, wir erfahren das Material über die Verteilung der Allergiemorbidität in verschiedenen Völkern, sozialen Gruppen, Altersverteilungen. Weiter die Tatsache, daß Allergien bei Psychotikern, Dementen verschiedenster Ätiologie nahezu unbekannt sind. Daß sie besonders häufig sind bei Menschen mit einer sehr differenzierten Individualität, deren hoher Leistungsanspruch mit einer Grundstimmung von Hilflosigkeit, Angst, Bedrohtsein und Resignation kontrastiert. Auch über die Motive, die Allergologen dazu bewegen, alle Schuld in äußeren, materiellen Schädigungen durch unsere denaturierte und industrialisierte Lebensform zu suchen, wird der Psychoanalytiker manches zwischen den Zeilen herauslesen können.
Wie ein roter Faden zieht sich durch das Buch die immer wieder formulierte These, daß für die allergische Disposition emotionale und soziale Faktoren von großer Bedeutung sind, “daß die allergische Morbidität bei geistiger Differenziertheit, verbunden mit dem vorübergehenden oder dauernden Gefühl der Isolierung, Entwurzelung und überforderter Individualisierung am meisten auftritt”.
Manches Kritische hätte der Psychoanalytiker über die Bearbeitung des Themas “Psychotherapie” für den jungen Internisten einzu