You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Als 2. Band der Reihe “Perspektiven der Persönlichkeitstheorie” (unter diesem Titel ist der erste von H. v. Bracken u. H. Henry herausgegebene Band in deutscher Übersetzung bei Hans Huber, Bern u. Stuttgart, 1959 erschienen) liegt eine Zusammenstellung von insgesamt 18 Beiträgen angloamerikanischer, aber auch einiger deutschsprachiger Autoren — wie Hans Thomae und Bärbel Inhelder — vor. Nach der knappen und klaren Übersicht “Historical Trends in Personality Research”, die Henry A. Murray geschrieben hat, werden in drei folgenden Teilen Forschungsergebnisse mitgeteilt über “Explorations in Behavior”, “Person Perception” und “Resources” (mit diesem Sammeltitel sind Längsschnittuntersuchungen wie auch Probleme der “messenden” Psychologie gemeint). Allenthalben kommt es den Verf. der Beiträge darauf an, 1. eine klare, umschriebene Fragestellung herauszuarbeiten, damit 2. möglichst eindeutige, überschau- und kontrollierbare Versuchsbedingungen erstellt werden können. Nur unter Berücksichtigung solcher Kriterien ist es 3. möglich, Forschungsresultate zu erhalten, die über den Einzelfall hinaus generellen, d. h. wissenschaftlichen Wert besitzen. Darin liegt auch das besondere Verdienst und der vorbildliche — dies ist vor allem für die psychoanalytisch Arbeitenden gesagt, Ref.! — Charakter der oft sehr kurzen und meist wohltuend spekulationsfreien Beiträge, deren Inhalt hier nicht in extenso referiert sei. Es ist aber zu betonen, daß eine Reihe der Arbeiten für den Analytiker von größtem und unmittelbarem Interesse sind. Insbesondere gilt das z. B. von D. R. Millers Studien über den Mechanismus der Verleugnung (S. 43-64), I. E. Alexanders und A. M. Adlersteins Untersuchungen zur Psychologie des Todes (S. 65-92), von G. S. Blums regeltechnische Gesichtspunkte in Rechnung stellendem Modell des psychischen