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Die Herausgabe dieses Hilfsbuches kommt sicherlich einem Bedürfnis der Rorschach-Praktiker entgegen, eine übersichtliche und möglichst vollständige Sammlung von diagnostischen Hinweisen, Deutungsregeln und vor allem auch der charakterologischen und klinischen Rorschach-Syndrome für seine Arbeit
zu besitzen. Die Gefahr, daß Unerfahrene diese Tabellen “kochbuchmäßig” und unkritisch anwenden, hat Böhm selbst genau gesehen. Er sagt im Vorwort: “Mit einigem Zögern übergebe ich denn nun dieses Büchlein der Öffentlichkeit. Es ist für ein gründliches Selbststudium des Anfängers und als Aide-mémoire für die Fortgeschrittenen gedacht. Zweifellos wird es viele zur Pfuscherei verführen. Aber soll uns die Rücksicht auf die Pfuscher zu ewigen Zeiten daran hindern, den Kennern und Könnern eine vielleicht nützliche Hilfe darzubieten? … Ob dieses Buch zum Segen oder zum Fluche gereichen wird, hängt … von der Persönlichkeit seines Benutzers ab”; und er warnt mit Szondi: “Ein Test und ein Tester ohne adäquate Psychologie sind weit gefährlicher als eine Psychologie und ein Psychologe ohne Test.” Inhaltlich handelt es sich um eine systematische Zusammenstellung von Deutungshinweisen verschiedener Art, die mit Hilfe der “klassischen” schweizerischen Rorschach-Technik (Rorschach — Binder — Zulliger — Böhm) erarbeitet worden sind und nur für diese Arbeitsweise gültig sind. Sie ist in sechzehn Abschnitte und drei Anhänge gegliedert und entspricht in der Anlage weitgehend dem Aufbau des bekannten Lehrbuches von Böhm, dessen Kenntnis für eine sinnvolle Verwendung dieser Hilfstabellen unerläßlich ist.