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Die Autoren stützten sich bei ihrer dreijährigen Untersuchung an 6000 Kindern, 2000 Eltern und 300 Lehrern auf Fragebögen und persönliche Interviews. Sie studierten die Bedeutung des Fernsehens für die amerikanischen Familien, und zwar in San Francisco, Denver, einer ungenannten Vorstadt und zwei anderen Städten, die sie als Television-Stadt und Radio-Stadt bezeichnen (wobei in der letzteren die atmosphärischen Bedingungen den Fernsehempfang unmöglich machten).
Der Text ist ausgezeichnet geschrieben, Interpretationen wurden mit großer Vorsicht gegeben, und wenn Urteile abgegeben werden, so sind sie klar als solche gekennzeichnet.
Es folgen einige der wesentlichsten Befunde: Im allgemeinen ist für die meisten Kinder Fernsehen wahrscheinlich nicht besonders schädlich und auch nicht besonders fördernd. Kinder sind nicht einfach dem Fernsehen ausgeliefert, sie lernen vielmehr, wie man es benutzt. Die Fernseh-Industrie Amerikas ist nicht älter als 10 Jahre. In dieser Zeit ist das Fernsehen zu einem nationalen Zeitvertreib geworden. Alle amerikanischen Kinder verwenden durchschnittlich 1/16 der Zeit, in der sie wach sind, zum Fernsehen. Bevor die Kinder 16 Jahre alt sind, verbringen sie mehr Zeit oder ebensoviel Zeit vor dem Fernsehgerät wie in der Schule. Es ist die Hauptquelle gemeinsamen Erlebens im Leben der Kinder.
Die amerikanischen Kinder beginnen, sich Fernsehsendungen anzusehen, wenn sie 2 Jahre alt sind, und sie verwenden dafür mehr und mehr Zeit, bis sie etwa 12 Jahre alt sind. Sie verbringen durchschnittlich 3 bis 3½ Stunden an Wochentagen und 4 bis 5 Stunden am Samstag und Sonntag vor dem Fernsehschirm. Mit etwa 12 Jahren beginnen sie, sich auf Kosten des Fernsehens mehr dem Lesen zuzuwenden. Die Kinder nehmen die Zeit zum Fernsehen von anderen Beschäftigungen wie Spiel, Radio, Kino, den sogenannten “Comic Books”, und sie gehen auch etwas später zu Bett. Ein Drittel aller Kinder beginnt mit Fernsehen, bevor sie 3 Jahre alt sind und alle Kinder sind regelmäßige Z