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Wer den Vorzug genießt, die Dynamik des Autors aus unmittelbarem Umgang mit ihm schon zu kennen, wird sich zu Recht Gewinn aus der Lektüre seines Bändchens über Schulschwierigkeiten versprechen und froh sein, etwas in Händen zu haben, was er vielen geplagten Eltern mit gutem Gewissen ans Herz legen kann.
Krank, unbegabt oder gestört? Diese Frage stellt sich bei Schulschwierigkeiten immer, und Berna geht auf die hintergründige Motivierung seelischer Störungen ein, die zu solchen führen: an der Spitze aller die Konzentrationsstörungen. Tagträume einerseits und kindliche Depressionen andererseits sind die Gründe, und der Verf. zeigt an kurzen aber intensiven Fallillustrationen, wie es dazu kommt und welchen Sinn diese Symptome haben. Prüfungsangst und die Pseudodebilität werden ebenso erörtert und auf ihren Entwicklungswegen verfolgt. Eingehend stellt Berna die zahlreichen, schwierigen Probleme dar, die sich in der Wechselbeziehung elterlicher und kindlicher Seelenregungen ergeben und welche hinzukommen, wenn der Erziehungsberater, zur Hilfe aufgerufen, sich in dieses Beziehungsgeflecht einschaltet. Er hat kein praktikables Patentrezept — aber was Berna mit seiner Schrift hier und da erreichen wird, ist, den affektiven Widerstand aufzulockern und die Wege für eine gemeinsame Bemühung mit den Eltern zu erleichtern.