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Verf. berichtet über die Ergebnisse repräsentativer Fragebogenuntersuchungen an tausend Jugendlichen zwischen 14-18 Jahren aus verschiedenen Großstädten Nordrhein-Westfalens. Diesen Untersuchungen war der sog. Pre-Test an 127 Jugendlichen vorausgegangen, den Verf. in der Erstauflage seines Buches bearbeitet hatte (siehe Ref. Psyche IX, 1955/56, S. 763).
Das weite Echo, welches diese Ausführungen in Erzieherkreisen fanden, veranlaßte Verf., seinen Stoff auf Grund der wesentlich umfassenderen jetzigen Untersuchungen völlig neu zu bearbeiten. Mit der Fülle des gesichteten und statistisch ausgewerteten eigenen Erfahrungsmaterials, aber auch den mitverwerteten Ergebnissen und Berichten anderer Untersucher ist ein nahezu lückenloses Kompendium über alle wichtigen Fragen der sexuellen Aufklärung unserer Jugend entstanden.
Die jetzigen Untersuchungen bestätigen in vollem Umfang die schon 1954 gesammelten Erfahrungen über eine hochgradige sexual-biologische Unkenntnis der heute heranwachsenden Jugend. Auf Grund dieser Erfahrungen weist Verf. nochmals eindringlich auf den Notstand einer mangelnden sexuellen Aufklärung hin, die nur durch einen intensiven Einsatz der Schule auf dem Gebiet der Sexualpädagogik und zwar mit einer primären Wissens- und Gewissensbildung zu beheben sei. Die bekannten Tabus, die gerade auf diesem Gebiet nicht nur in Elternkreisen zu überwinden sind, werden dabei vom Verf. nüchtern-kritisch abgehandelt.
Ziel der vom Verf. geplanten Sexualpädagogik ist eine intentionale Erziehung der Geschlechter zur Ehe hin, in der erst die Geschlechtlichkeit Sinn und Erfüllung findet. Das ganze Buch ist von einem tiefen Verantwortungsgefühl um die behandelten Probleme unserer gefährdeten Jugend erfüllt.