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In der Schriftenreihe über die Entwicklung des Kindes und Jugendlichen in der Gemeinschaft behandelt der Verf. im vierten Buch der Verlagsreihe Probleme des Kollektivs. Er geht dabei von der Horde als der primitivsten Form der Vergesellschaftung aus und führt über die Bande zum höchsten Grad, der Gemeinschaft. Eindrucksvolle Beispiele vom Totemismus der Primitiven und auch heimischer Volksbräuche lassen sich bis zum Verhalten der Jugendlichen in Horde und Bande weiterführen.
Der Wert des Buches liegt neben dem profunden, in kluger Dosierung vermittelten psychoanalytischen Wissen in der unmittelbaren Anschaulichkeit des in jahrzehntelangem Schuldienst Erlebten und Dargestellten. Gerade dieses Buch mit seiner reichen pädagogischen Erfahrung würde in die Hand eines jeden aufgeschlossenen Lehrers gehören. Die Abschnitte über Sexualität und Autorität im Rahmen der Schulklasse verdienten sein besonderes Interesse.
Mit Zulliger wird sich der Erzieher leichter darüber klar werden, warum es in diesem und jenem Falle gar nicht oder erst nach Jahren gelingt, aus einer Schulklasse eine echte Gemeinschaft aufzubauen, die schöpferische Werte beinhaltet. Die Ursachen werden zuletzt aus den unbefangen eingestandenen eigenen “Fehlern” des Verf. ersichtlich.