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Nicht nur der Arzt, sondern auch nichtmedizinische Wissenschaftler (der Biologe, Soziologe, Anthropologe, Psychologe etc.) werden an diesen Bänden eine Fundgrube von universalem Wissen haben, einem Wissen, das typisch deutsch ist. Die beiden zuerst aufgeführten Sammelbände sind Henry E. Sigerist gewidmet, der wohl einer der ersten, und sicherlich einer der bedeutendsten Medizinwissenschaftler und -historiker gewesen ist. Sigerist war ein wahres internationales Phänomen. 1891 in Paris geboren, studierte er zuerst Sprachen und beherrschte als Fünfzehnjähriger fließend Griechisch, Latein und Arabisch; etwas später Hebräisch, Chinesisch und Sanskrit. Da ihn dies aber nicht befriedigte, wandte er sich den Wissenschaften zu und schließlich der Medizin. Dadurch daß er Medizin als eine menschliche, d. h. soziale Wissenschaft behandelte, die im Kern medizinische, philologische, historische und soziologische Elemente enthielt, kam er schließlich zu jenem Punkt, von dem aus er die Medizin als eine “social science” betrachtete. Man ehrte ihn durch viele Ernennungen und Auszeichnungen. Aber seine erste Ernennung war wohl die wichtigste: Professor der Medizinischen Geschichtswissenschaft an der Leipziger Universität, und später (bis zu seinem Ruhestand) Direktor des Instituts für Medizingeschichte an der Johns Hopkins University. Als er sich 1947 zurückzog, wurde er in den Stab der Yale University berufen. Er kehrte