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Ein neues Buch der Verf. über ihre Erfahrungen in Cheirologie (s. Psyche XIV, Heft 8). Sie gibt einen interessanten historischen Überblick und erläutert die Auffassungen von C. G. Carus und A. Desbarolles. Im zweiten Kapitel schildert sie kurz die allgemeine Ausdrucksfähigkeit von Händen in Haltung und Bewegung und gibt einen Überblick über die von ihr bereits früher veröffentlichten Entsprechungen im Psychischen zu bestimmten Formen der Außenhand und den Bergen und Linien der Innenhand. In einem weiteren Kapitel kommt sie auf bestimmte Konfliktsituationen zu sprechen, die sich in der Hand besonders deutlich zeigen sollen. Hier mag als interessant vermerkt sein, daß bei manchen Menschen Innen- und Außenhand einen gegensätzlichen Eindruck vermitteln können. Daß dies Ausdruck einer besonders starken inneren Spannung bedeute, mag noch einleuchten. Weniger einleuchtend sind die angeführten Zeichen für bestimmte Krankheitssymptome. Für diejenigen, die sich einer systematischen Lehre verpflichtet fühlen, sei es in der Psychologie überhaupt, sei es beim Umgang mit Krankheitssymptomen im besonderen, sind solche Aussagen unbrauchbar, solange sie nicht durch methodisch klare Untersuchungen verifiziert werden können. Hingegen können die Aussagen eines erfahrenen Cheirologen durchaus das Bild einer sonst gesicherten Diagnose noch abrunden, wie Verf. dies an einigen Beispielen veranschaulicht.
Interessant sind die Beobachtungen der Verf., wie sich im Laufe einer Entwicklung, und gleichermaßen in einigen Fällen im Laufe einer psychotherapeutischen Behandlung, die Handlinien verändern. Schade, daß der Name der “Ärztin” und die Art ihrer “Behandlung” unerwähnt bleiben. Solche Beobachtungen genau zu verifizieren, wäre nötig, wenn auch dieser Bereich der menschlichen Körpersprache besser erforscht werden soll. Das Buch ist reich bebildert.