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Das erste Heft wird u. a. mit einem Satz aus dem Aufsatz von Besser (Die Sache mit den Juden) eingeleitet: “Wenn man mit den Händen greifen kann, daß unter der Glocke der Tabus neues Unheil zu wachsen beginnt, so haben wir die verdammte Pflicht, die Konsequenzen daraus zu ziehen.”
“Verdammt” ist hierbei nicht nur ein stilistisch wirkungsvolles Wort und ein Zeichen der Auflehnung gegen Tabus in der Sprache, sondern wirkt auch als Ausdruck der Schwierigkeit des Themas. Diese Pflicht, sich um den Inhalt der Tabus zu bemühen, ist wohl deshalb mit einem so starken Ausdruck belegt, weil die Konsequenzen so überaus heikel sind wie die Themen, welche mit Tabu belegt sind. Es ist eben nicht damit getan, über den Gehalt eines Themas Aufklärung zu geben. Die Tabus schützen auch etwas, was für viele entweder schwer begreiflich oder aber in einer bewußten Auseinandersetzung nicht zu handhaben ist. Es ist sehr einfach, z. B. die Geburtenregelung zur Diskussion zu stellen. Aber ist der Aufgeklärte dann etwa in einer besseren Situation? Wer hilft ihm, seine Geburtenregelung durchzuführen? Außerdem, wer weiß zu sagen, welches die optimale Fasson ist, selig zu werden, oder auch nur den Anforderungen des täglichen Lebens gerecht zu werden? Hier sind viele Fragen offen. Zu begrüßen ist, daß die Verff. eigentlich alle diese fundamentale Gefahr der restlosen Aufklärung eines Tabu gesehen haben.
A. Mitscherlich (Vom geahnten zum gelenkten Tabu) erklärt mit Freud, wie die Lust, ein Tabu zu übertreten, auch noch in der abgewehrten Form der Strebung fortwirkt. Er spricht von dem Mut, ein Tabu zu übertreten, um es bewußt bewältigen zu können in einer sublimierten Form, wie z. B. in der Chirurgie oder Pathologie. “Der bloße Tabuverneiner ist ein Narr, der das Fürchten noch nicht gelernt hat.” Er weist auf das Problem des Gewissens hin, welches zur Bewältigung von Tabus nötig ist, und auf die Macht derjenigen, welchen die Überwachung der Tabus anheimgestellt ist.
I. Lepp (Feinde der Liebe) reitet