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Das Problem des Masochismus beschäftigt den psychoanalytischen Forscher und Therapeuten seit Jahrzehnten. Nach dem Erscheinen der grundlegenden Arbeit Freuds „Das ökonomische Problem des Masochismus“ () wurde es immer wieder behandelt. Es erscheint daher gewagt, zu einem bestimmten Aspekt dieses Problems Gedanken äußern zu wollen, ohne Gefahr zu laufen, bereits Gesagtes oder Publiziertes unwissentlich wiederzubringen. Die hier vorgebrachten Gedanken schlossen sich an klinische Beobachtungen und Behandlung von Fällen an, die gewiß nicht sehr häufig sind.
Zunächst sei kurz die erwähnte Arbeit S. Freuds referiert:
Nachdem in ihr die Beziehungen des Nirwana-, des Lust- und des Realitätsprinzips zueinander besprochen wurden, dies unter Hinweis auf die qualitativen Verschiedenheiten der Prinzipien, die neben den quantitativen nicht zu vernachlässigen sind, geht der Autor auf die drei Formen des Masochismus ein. Er unterscheidet einen „erogenen“, einen „femininen“ und einen „moralischen“ Masochismus. Der letztere interessiert uns besonders als „eine Norm des Lebens Verhaltens (behaviour)“. In dieser ist es „das Leiden selbst, worauf es ankommt“, während das Objekt, das einem dieses Leid zufügt, von sekundärer Bedeutung und unter Umständen völlig unbedeutend wird oder gar nicht besteht. Mit des Autors Worten: „der richtige Masochist hält immer seine Wange hin, wo er Aussicht hat, einen Schlag zu bekommen.“ Den Ausdruck „moralischer Masochismus“ hat Freud wohl deswegen gewählt, weil er das masochistische Verhalten im wesentlichen vom Gesichtspunkte des unbewußten Schuldgefühls respektive Strafbedürfnisses untersuchte, also Gesichtspunkten, die etwas mit der „Moral“ zu tun haben.
Es wurde die für dieses Verhalten besondere Form des „Überich“ statuiert, aber auch die Neigung, der Wunsch des „Ich“ gesehen, bestraft zu werden. Das „Überich“ brauchte also nur relativ „sadistisch“ zu sein. Das Strafbedürfnis wurde vom Todestrieb abgeleitet, und zwar von dem Teil, welcher der physiolo