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Den klaren und anregenden Ausführungen Kuipers möchte ich einige Gedanken anfügen und mit meinen Worten darzustellen versuchen, wie ich glaube, ihn verstanden zu haben. Der bekannten analytischen Regel, die Abwehr vor dem Inhalt zu deuten, kann man hinzufügen, den Deutungen der Übertragung besondere Aufmerksamkeit zu widmen, da sich der Widerstand in der Übertragung am stärksten zu konzentrieren pflegt, wie das Freud bereits in „Zur Dynamik der Übertragung“ dargestellt hat. Wenn es auch keineswegs immer leicht ist, die Übertragung zu sehen und sie richtig zu deuten, so sind wir doch wenigstens im klaren, wann wir eine Übertragungsdeutung gegeben haben. Viel schwerer scheint es manchmal, genau zu wissen, ob unsere Deutung eine der Abwehr ist oder ob sie nicht schon für die Situation zu weitgehend die Deutung des Es-Inhaltes miteinbezieht. Wir müssen bedenken, daß Abwehrmechanismen der Ausdruck von Triebschicksalen sind. Das macht die Schwierigkeit verständlich, hier feiner zu unterscheiden, weil Abwehr und Trieb engstens miteinander verknüpft sind. Zweifellos ist es verkehrt, wenn wir den Patienten mit Symboldeutungen überhäufen oder ihm von seiner Homosexualität, seinem Penisneid, seiner Aggression etc. sprechen in einer Zeit, wo er mit diesen Deutungen gefühlsmäßig noch gar nichts anfangen kann und sie im besten Fall nur als schöne und interessante Geschichten, in denen er die Hauptperson ist, zu erleben vermag. Aber selbst wenn wir nur z. B. dem Patienten zeigen, daß er immer wieder von Situationen berichtet, die gewisse Ähnlichkeiten miteinander haben und in denen er sich mehr oder weniger auf die gleiche Weise verhält, so wird damit notwendigerweise ein Stück der in diesem Verhalten abgewehrten Triebbedürfnisse sichtbar. Er verrät uns, was er verbergen will. Schon indem wir ihn auf sein Verhalten in den immer wieder arrangierten Situationen aufmerksam machen, führen wir ihn in gefährliche Nähe der abgewehrten Triebbedürfnisse.
Ein Beispiel: Eine Patienti