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Wyss verfolgt mit seinem Buch zwei Absichten: einmal will er „dem an dieser Materie Interessierten einen Überblick über das Gebiet der Tiefenpsychologie geben, wobei dieser Überblick selbstverständlich begrenzt ist“. Und zum andern möchte er die Frage, wo „eigentlich die Tiefenpsychologie heute, 20 Jahre nach dem Tode Freuds und fast 70 Jahre nach seiner ersten psychoanalytischen Veröffentlichung“ stehe, schrittweise klären und „innerhalb möglicher Grenzen“ lösen. Die zwei ersten Teile des Werkes — „die naturwissenschaftlich orientierten tiefenpsychologischen Theorien“ und „die philosophisch orientierten tiefenpsychologischen Theorien“ — wollen in „möglichst objektiver Darstellung“ die wichtigsten Vertreter der verschiedenen tiefenpsychologischen Lehrmeinungen, vor allem auch mit Hilfe ausgiebiger Zitate, zu Wort kommen lassen; wobei sich der Verfasser durchaus bewußt ist, daß die Auswahl „subjektiv und begrenzt“ bleibt. Der dritte Teil („Grundprobleme der tiefenpsychologischen Theorien und Ausblick auf ihre mögliche Lösung“), „der nicht etwa einer neuen Konzeption der Neurosen vorgreifen soll, sondern lediglich Ausblicke auf mögliche Lösungen bringt“, ist der kritischen Auseinandersetzung mit den referierten Theorien gewidmet. Sie erfolgt in der Hauptsache von der Position V. von Weizsäckers (dessen Gedächtnis das Buch gewidmet ist) her und berücksichtigt zumal die Frage „nach der Wissenschaftlichkeit der Tiefenpsychologie überhaupt, die heute, insbesondere in den Vereinigten Staaten, mit dem gleichen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, die sich durch Institute, Fachzeitschriften, Kongresse usw. dokumentiert, wie die exakten Naturwissenschaften auftritt“. Die ältere, vor allem methodologische Kritik (Mittenzwey, Allers, Nachmansohn, Bumke u. a.) läßt Wyss beiseite.
Der erste Teil enthält drei Abschnitte. Im ersten wird, nach Themen und chronologisch gegliedert, Freud behandelt; im zweiten seine Schule (Abraham, Ferenczi, Fenichel, die britische Gruppe [E. Glover, Jo