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Müller-Hegemann legt seinen Leitfaden nach einer weitgehenden Umarbeitung, die darauf abzielte, über den Rahmen einer psychotherapeutischen Propädeutik hinaus eine “Vertiefung des Wissens und eine genauere Orientierung bereits psychotherapeutisch erfahrenem Kollegen” zu vermitteln, erneut vor.
Die neurosenpsychologische Grundkonzeption, zu der sich der Verf. bekennt, wird schon im wissenschaftshistorischen Überblick hell beleuchtet: Die Geschichte der Psychotherapie und der Neurosenforschung geht für Müller-Hegemann nach einer weitausholenden Herleitung aus der Medizin des Altertums und Mittelalters von der Epoche der Suggestivbehandlungen und der französischen Schulen unmittelbar über zur Pawlozvschen Lehre, in der der Verf. den Schlüssel zum Verständnis der Neurosen sieht. Die Entwicklung der Neurosenlehre seit Freud wird übergangen, sie erscheint erst als nachfolgendes Kapitel unter dem Titel “Gegenwärtige