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Das Buch wird angekündigt als “das erste Lehrbuch der entspannenden und autosuggestiven Methoden … in einer derart zusammenfassenden Vollständigkeit”. Die Autoren haben es sich vorgenommen, als Biographen jede Methode ernst zu nehmen, und wollen “überhebliche Haltungen beseitigen helfen”.
In einem einführenden Exkurs über Spannung und Entspannung als anthropologische und psychologische Begriffe ist daseinsanalytisches Interpretieren milde vorherrschend, wenngleich sich auch zahlreiche andere Autoren mit ihren Ansichten referiert finden. — Im konkreten Leben handele es sich immer nur um ein mehr oder weniger an Spannung, und das steigende Bedürfnis nach Entspannung beruhe nicht so sehr auf einer faktischen Zunahme von Spannung, sondern, nach Ansicht der Verfasser, auf den zivilisationsbedingten Verschiebungen von Spannungen und Bewußtseinsinhalten. Dem psychischen Gespanntsein im Individuum oder zwischen Individuen seien immer mindestens zwei Strebungen zugeordnet, die, noch unentschieden, gegeneinander stehen. Beim psychischen Entspanntsein sei das Gegeneinander zu einem Beieinander von Strebungen geworden. So könne von Entspanntsein immer nur in bezug auf das Verhältnis von Teilbereichen der Persönlichkeit beziehungsweise und der Umwelt gesprochen werden. Die Variabilität solchen Erlebens von Spannung und Entspannung wird anregend geschildert, ohne daß aber die Autoren dabei auf psychologische Motivationen eingehen.
Suggestion ist “Beeinflussung eines anderen Menschen unter weitgehender Umgehung der rationalen Persönlichkeitsbereiche” (Seite 38), die Grundlage ist eine “affektive Resonanz” (Stokvis). Die Suggestibilität lassen die Verfasser in dem “grundsätzlichen Kontaktbedürfnis” des Menschen wurzeln. Voraussetzung für die autosuggestive Realisierung von Vorstellungen sei — neben der Bereitschaft der Person überhaupt—, daß diese eine affektive Bedeutung haben, daß ihr Inhalt zielbewußt ist, und drittens müsse der Autosuggestor in der Vorstellung selbst als derjenig