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Der 22. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie war vor allem der Ausdrucksforschung, Problemen des Denkens und der Intelligenz und Gegenwartsfragen der angewandten Psychologie im Bereich der Erziehung gewidmet. Daneben waren, wie üblich, Einzelreferate aus verschiedenen Disziplinen der Psychologie zu hören, von denen namentlich die Vorträge über Probleme des Traums (H. Bender: Zur Frage des telepathischen Traums; F. Vonessen: Über die angeblichen Quellen des Traums; D. v. Uslar: Zur formalen Analyse des Traums; und L. Strauch: Untersuchungen über verschiedene Stufen der Traumerinnerung) erwähnt seien. Bender (S. 279) glaubt, eine “telepathische Kommunikation” nachweisen zu können, für die ein unräumliches “psychisches Feld” postuliert wird; F. Vonessen knüpft an eine interessante Kasuistik die Frage, ob nicht die Freudsche Lehre von den Traumquellen von Grund aus revidiert werden müsse (S. 282); D. v. Uslar sieht die Notwendigkeit zur Entwicklung neuer Kategorien für die formale Analyse von Träumen (S. 285), und L. Strauch vergleicht Traumprotokolle, in der Nacht unmittelbar in der zeitlichen Nachbarschaft des Traumes aufgenommen, mit denen, die am Morgen nach dem Erwachen registriert wurden (S. 285 ff).
Die Beiträge zur Ausdrucksforschung und Ausdrucksdiagnostik stammen im wesentlichen von Psychologen der Heidelberger Schule (J. Rudert, R. Kirchhoff u. a.). — Unter den zahlreichen Vorträgen zur Denkpsychologie und Intelligenzforschung sei besonders auf die von Fr. Süllwold, Frankfurt (“Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten des Problemlösungsverhaltens”) und Th. Herrmann, Mainz (“Der Schema-Begriff in der Denkpsychologie”) beigesteuerten Sammelreferate hingewiesen. Der amüsanteste unter den problemscharfen Vorträgen dieses Tages war der über “Denken und Raumanschauung” von E. Rausch, Frankfurt; allerdings hat der verkürzte Abdruck den eigentümlichen Reiz der Studie nur rudimentär aufbewahrt. — Von den Referaten zur Pädagogischen Psychologie und Psychagogik ha