You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Über Zielsetzung und Aufbau dieses Buches sagt die Autorin selbst in der Einführung: “Ursprünglich hatte ich lediglich die Absicht, in Ergänzung zu meiner Publikation über psychogene Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen* eine Darstellung der zugehörigen therapeutischen Möglichkeiten und Verfahren zu schaffen.” Im Verlaufe der Arbeit habe sich jedoch herausgestellt, “daß ich weder der Darstellung von therapeutischen Möglichkeiten noch dem Problem der Anamnese auf vernünftige Weise gerecht werden konnte, wenn ich nicht zuvor eine Übersicht über jenen fundamentalen Kenntnisbestand zusammenstellte, ohne den jedes Gespräch über Anamnese oder Therapie im luftleeren Raum hängen bleibt”. Mit diesem fundamentalen Kenntnisstand ist “eine Art Enzyklopädie des Lebens” gemeint: “Ich glaube, daß in unserem gegenwärtigen Schrifttum dringend eine Arbeit fehlt, in der eine erste übersichtliche Orientierung über die verschiedenen Seiten der Problematik gesammelt vorliegt.”
Dementsprechend ist den drei Abschnitten dieses Buches (Über den Umgang mit Eltern; Über die Therapie bei Kindern; Über die Behandlung von Jugendlichen) ein umfangreiches Kapitel vorausgestellt, das über Lebensentwicklung und Lebensbilder bei erwachsenen Menschen Auskunft gibt. Dieser große Abschnitt dient einem dreifachen Zweck: “Einmal soll er ein erstes Koordinatensystem für den Lernenden schaffen, zum anderen finden wir hier eine Fülle von Informationen, die der Therapeut bevorzugt im Gespräch mit Jugendlichen benötigt, schließlich bereitet dieser Abschnitt noch auf die Gespräche mit den Eltern vor.”
Verständlicherweise ist dieser erste große Abschnitt ebenso wie die folgenden — der Absicht einer Ergänzung des ersten Buches entsprechend — gleichsam in das “Koordinatensystem” der von der Verfn. vertretenen Theorien gebracht. Man muß sich allerdings fragen, ob die Anwendung dieses Koordinatensystems nicht eine allzu große Vereinfachung und Schematisierung der Lebenserscheinungen darstellt. Daß dieses theoretis