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Es handelt sich in diesem Buch um die Wiedergabe einer Reihe von Vorträgen über Psychotherapie, die in den Jahren 1958 und 1959 im Rahmen der Universität von Chicago gehalten wurden. Zehn Psychotherapeuten, die den verschiedensten Schulen angehören, berichten, mit einer Ausnahme, jeweils in einem ersten Aufsatz über die von ihnen speziell gehandhabte therapeutische Technik und Theorie, und in einem zweiten behandeln sie dann deren praktische Anwendung. Dadurch gibt diese Veröffentlichung einen teilweisen Überblick über die mannigfachen Behandlungsmethoden in den USA.
Neben der Psychoanalyse Freuds beeinflußten soziologische Schulen, Erfahrungen über den Lernprozeß, existentialistisches Denken und manchmal ein etwas künstlich geschaffenes Modell einzelne Autoren weitgehend in ihrer Theoriebildung. Was mehr und mehr zu verschwinden scheint, außer bei Vertretern der Psychoanalyse, ist die von Freud erarbeitete und von seinen Schülern weiter entwickelte Libido- und Ich-Theorie. Jede Schule scheint sich einem eigenen Schöpfer verschrieben zu haben, so daß es bei oberflächlicher Lektüre vielfach so aussieht, als bestünde kaum irgendeine Abhängigkeit voneinander, noch ein gegenseitiges Sich-Bereichern. Es ist charakteristisch in dieser Hinsicht, daß die einzelnen Richtungen neue Begriffe einführen, ohne diese gegen die älteren abzugrenzen oder auszuführen, warum sie glauben, letztere nicht verwenden zu können. Der Herausgeber dieses Buches glaubt einen Grund für diesen Zustand darin zu sehen, daß die verschiedenen Begründer neuer Konzeptionen von einem unterschiedlichen Krankenmaterial ausgegangen seien. Soweit das auch teilweise berechtigt sein mag, ist es nicht zu leugnen, daß alle nach und nach ihre Methode an allen psychischen Erkrankungen anzuwenden versuchten.
Eine der Fragestellungen, der von fast allen große Beachtung geschenkt wird, ist das Verhältnis des Psychotherapeuten zu seinem Patienten und umgekehrt. Manchmal kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, als l