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Der kürzlich in New York verstorbene Psychoanalytiker hat sich seit vielen Jahren um die theoretische und die therapeutische Lösung des psychischen Masochismus bemüht. Der Schweregrad dieser unbewußten Selbsttortur oder “Lustdurch-Unlust” entscheidet nach ihm über die psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeit. Von dem neurotischen Zustand sei der durch Psychoanalyse nicht oder nur wenig angreifbare schizoide streng zu unterscheiden. Schließlich gibt es für Bergler eigentlich nur eine einzige alles überschattende Neurosenform, eben den psychischen Masochismus. Alle anderen und später auftretenden neurotischen Manifestierungen sind nur Hilfsstationen, um den Grundkonflikt zu verdecken. Aggressive Verhaltensweisen und andere Symptome entsprächen in den meisten Fällen einer Pseudo-Aggressivität, die dazu diene, sowohl das Ich und das Über-Ich des Patienten wie auch die Umwelt über den Mangel an normaler Aggressivität hinwegzutäuschen.
Jeder Säugling habe es mit sieben verschiedenen Ängsten zu tun, die durch die mütterliche Pflege hervorgerufen würden; diese seien es, die schließlich zum psychischen Masochismus führen könnten: 1. Die Angst zu verhungern; 2. die Angst verschlungen zu werden; 3, die Angst vergiftet zu werden; 4. die Angst zu ersticken; 5. die Angst zerstückelt zu werden; 6. die Angst ausgetrocknet zu werden; 7. die Angst kastriert zu werden. Alle diese verschiedenen und aus den ersten 18 Lebensmonaten stammenden Ängste können später in speziellen Symptomen den ihnen eigenen neurotischen Ausdruck gewinnen. Natürlich versuche das Kleinkind diesen phantasierten und mißverstandenen Bedrohungen seines infantilen Allmachtsgefühles entgegenzutreten. Das einzige Mittel dazu sei die Aggression, die sich letzten Endes anstatt gegen die bedrohende Mutter gegen die Eigenperson richte, merkwürdigerweise dann aber als Lust empfunden würde.
Bergler sucht in seinen Erörterungen, die er mit ausführlichem klinischem Material belegt, den Beweis seiner Theorie für die meisten