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Das kleine Werk enthält eine Reihe von Aufsätzen, die 1959 auf dem Symposium über Existenz-Psychologie auf der Jahresversammlung der amerikanischen psychologischen Gesellschaft in Cincinnati vorgetragen wurden. Sie erlauben einen guten Überblick über den Umfang und die Bewegungsrichtung der Existenz-Psychologie in den Vereinigten Staaten. Rollo May, ein New Yorker Psychologe, ist ihr Wortführer. Die Autoren, die in diesem Buch zu Worte kommen, fühlen sich durch die Ideen existenzphilosophischer, daseinsanalytischer und phänomenologischer Provenienz — sie alle segeln hier noch weitgehend unter dem Sammelbegriff “existential psychology” —, die hier immer mehr bekannt werden, angesprochen. Sie betonen das willkommene Gegengewicht gegen die in der amerikanischen Psychologie herrschenden mechanisierenden und reduzierenden Tendenzen. Zum Teil sind sie jedoch zugleich kritisch angesichts der Verschwommenheit, die diesen Ideenimport aus Europa häufig kennzeichnet. Im ganzen kann man vielleicht von einer “konstruktiven Ambivalenz” gegenüber diesen Ideen sprechen. Ohne Zweifel haben sie — und sie scheinen es noch in steigendem Maße zu tun — viele ernsthafte Psychologen und Psychotherapeuten zur Besinnung über Wesen und Grenzen psychologischen Wissens und Selbstverständnisses angeregt. Besonders die Aufsätze von Rollo May, Herman Feifel und Carl Rogers verraten Bemühung um das Wesentliche bei gleichzeitiger kritischer Reserve. Eine Bibliographie der wesentlichen, dem englischen Leser zur Verfügung stehenden Werke der existenzpsychologischen Richtungen, von Joseph Lyons zusammengestellt und angemerkt, vervollständigt das Buch.