You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Eine unveränderte 3. Auflage des von Schraml in der Psyche (IX, 55/56, 758) eingehend besprochenen Werkes erscheint gerechtfertigt in einer Zeit, in der unterschwellig auch in Erziehungsfragen wieder affektive Impulse bestimmenden Einfluß bekommen. Wenn die Diskussion um die Todesstrafe und ihres Äquivalentes im Erziehungsbereich, nämlich die Prügelstrafe, wieder von schwankenden Parlaments- u. a. Mehrheiten abhängig wird, nicht ohne daß dabei der Deckmantel wissenschaftlicher Erörterungen in Fachzeitschriften benutzt wird, dann sollte hierzu die Stimme des Psychohygienikers Meng gehört werden.
Wiederum droht eine Generation bei der Bewältigung ihrer gesellschaftlichen Probleme des Zusammenlebens zu versagen. Die Ursprünge der Fehlentwicklung sind in einer Fehlerziehung zu suchen. Für die Erneuerung unseres Erziehungsideals gibt Verf., dessen gesamtes Lebenswerk unter dem Leitstern der Humanitas steht, aus psychoanalytischer Sicht grundsätzliche Hinweise.