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Vorbemerkung:
Diese Untersuchung fügt sich ein in eine Reihe von Arbeiten, die die Autorin nach mehr als zehnjähriger psychotherapeutischer Erfahrung mit psychotischen Kranken veröffentlicht hat. Die vorliegende Arbeit ist in ihrer Darstellung induktiv. Indem von der Begegnung mit dem Kranken ausgegangen wird, kann die Welt der Psychose schrittweise erschlossen werden. Damit gewinnt der Leser Zugang zum Körperbild, das im Mittelpunkt der therapeutischen und theoretischen Arbeit steht.
Kaum hat der 30jährige schwarze Patient, den ich Abdul nennen möchte, mein Behandlungszimmer betreten, stürzt er sich auf den Aschenbecher und beginnt zu rauchen. Während ich noch über seinen hünenhaften Körperbau nachsinne und ein leises Gefühl der Furcht verspüre — denn man hatte mir diesen Neger als „gefährlich“ geschildert —, fängt Abdul schon an zu reden. Er redet ohne Pause fast eine Stunde lang. Ich höre zu und versuche, die Blätter, auf denen seine Lebensgeschichte aufgezeichnet ist, von denen zu trennen, die seine zwei analytischen Versuche in Belgien enthalten.
Abdul lebt seit 7 Jahren in Belgien und stammt aus dem Kongo1. Seine Eltern gehören einer Generation an, die bereits eine französische Bildung hat. Beide Eltern sind Beamte und haben mit verschiedenen Bereichen der Jugenderziehung zu tun. Abduls Mutter ist Mestizin. Ihr Vater war ein hoher europäischer Offizier, ihre Mutter war „schwarz“. Abdul ist der Älteste einer kinderreichen Familie; er ist aber der einzige Junge, da ein Bruder, der 1 Jahr nach ihm geboren wurde, nur ganz kurze Zeit gelebt hat. Abdul hat also viele Schwestern, von denen er allerdings nur einige „ankommen“ sah; denn schon mit 12 Jahren verließ er seine Familie. Wenn Abdul auch schon früh — wie fast alle schwarzen Kinder dieser Region — daran gewöhnt wurde, bei Tanten untergebracht zu werden und eine Fülle von Dörfern in seiner Jugend kennenlernte, so spielt die endgültige Tre