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Diese Rezension kann nur ein Versuch sein, die Aufmerksamkeit des Lesers zu wecken, ihn zu stimulieren und ihn so anzuregen, selbst das Buch in die Hand zu nehmen.
Eine Wiedergabe des Inhalts dieses wichtigen Werkes im Rahmen einer Zeitschriften-Rezension ist unmöglich. Die Beschäftigung mit den dargestellten Problemen würde sicherlich einen genauso großen Umfang erfordern wie das Buch selbst. Es ist aufs äußerste komprimiert, was natürlich mit den Voraussetzungen seiner Entstehung zusammenhängt, der Autor bezeichnet es als einen Essay über Psychologie. Der Begriff „Essay“ paßt allerdings nicht ganz für ein so gründlich durchdachtes Werk. Es ist außerordentlich dankenswert, daß jetzt auch eine deutsche Ausgabe vorliegt. In Amerika hatte ich bereits Gelegenheit, das englische Original kennenzulernen, und es fiel mir jetzt auf, daß der deutsche Text nicht einfach nur eine Übersetzung ist, sondern nach meiner Ansicht eine Verdeutlichung, für die wir der Übersetzerin, Frau Marianne von Eckardt, dankbar sein müssen.
Für jeden, der sich für die Materie der psychoanalytischen Theorie interessiert, ist dieses Buch nicht einfach nur eine Bereicherung, vielmehr ist es unentbehrlich, weil es die Struktur der psychoanalytischen Theorie behandelt. Damit ist gemeint, ihre Struktur als eine wissenschaftliche Theorie überhaupt, aber außerdem geht es auch auf die Struktur der psychoanalytischen Struktur-Theorie ein. Diese zwei Strukturbegriffe müssen gut voneinander unterschieden werden.
Rapaport weist darauf hin, der Leser müsse sich über folgendes klar sein: „Meiner Meinung nach ist es zu früh, um eine Systematisierung der psychoanalytischen Theorie zu unternehmen. Eine Wissenschaft kann durchaus eine ‚gute Wissenschaft‘ sein, ohne schon für eine systematische Darstellung reif zu sein; alle alten Wissenschaften waren einmal in dieser Lage“ (S. 12).
Wir müssen Rapaport, den der Tod mitten aus seiner Arbeit riß, dankbar dafür sein, daß er diesen Versuch einer Systematisierung unternomme