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Es ist schwer, den Band als eine Einheit zu besprechen, da er Arbeiten von 18 Autoren enthält. Ich werde einige Arbeiten herausgreifen und am Schlusse ihn, so gut es geht, zusammenfassen. Das psychoanalytische Element ist nicht in allen Arbeiten gleichmäßig vertreten. Die erste Arbeit ist keine analytische Untersuchung im engeren Sinne des Wortes: „A Study of the Psychological Process in Pregnancy and the Earliest Mother-Child Relationship“ von Grete Bibring u. a. Die Methode der Arbeit bestand in kurzen klinischen und psychologischen Untersuchungen von 15 Frauen in verschiedenen Phasen der Schwangerschaft, von dem frühesten Termin bis zu einem Jahre nach der Geburt des Kindes, durch sechs Personen, die 5 verschiedene Disziplinen vertraten (Psychiatrie, Gynäkologie, Psychologie, Pädiatrie und Sozialarbeiter). Alle Beobachter hatten eine gemeinsame theoretische Grundlage, auf der die verschiedenen Versuchspersonen miteinander verglichen werden konnten. Die Beteiligten tauschten ihre Erfahrungen in Konferenzen aus und kamen zu gemeinsamen Schlußfolgerungen. Die These der Untersuchung ist: Schwangerschaft ist eine Krise für alle Frauen, ob seelisch gesund oder krank. Unter Krise wird ein Wendepunkt im Leben des einzelnen verstanden, der zu einer akuten Störung des Gleichgewichtes führt und der unter günstigen Bedingungen zu spezifischer Reifung für neue Funktionen führt. Solche Krisen stellen Schnittpunkte in der Entwicklung dar, von denen es keine Rückkehr gibt; entscheidende Veränderungen haben frühere zentrale Bedürfnisse und Lebensweisen ihrer Bedeutung beraubt und erzwingen damit die Annahme neuer Ziele und Funktionen. Schwangerschaft ist eine solche Krise, besonders für die Erstgebärende. Die Autoren stellen fest, daß alle Frauen während der Schwangerschaft weitreichende psychologische Veränderungen aufweisen. Das Resultat dieser Krise hat tiefe Wirkungen auf die frühe Mutter—Kind-Beziehung (S. 25, 26). Die Autoren versprechen weitere Berichte, und bis diese vorl