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Adler widmet sein Buch seiner Patientin, der „Träumerin der Träume“; Frances G. Wickes und Erich Neumann werden dazu als geistige Paten genannt. Es handelt sich um die detaillierte Darstellung eines Falles von Klaustrophobie. Adler hat noch zwanzig Jahre nach Abschluß dieser Analyse keinen Fall erlebt, der so „klar und schön“ die einzelnen Stadien des Individuationsprozesses erkennen ließ. Dieser wird „verdunkelt“ von einer infantilen Neurose, die besonders in der ersten Lebenshälfte das Persönlichkeitsbild bestimmte. Hierfür war zunächst ein „reduzierendes“ Verfahren (C. G. Jung) erforderlich, das nach Jung „alle unangebrachten Symbolbildungen abzubauen und auf ihre natürlichen Elemente zurückzuführen“ hat. „Symbolische Transformation“ war im beschriebenen Falle therapeutischer Weg und therapeutisches Ziel.
Adler hat für seine Darstellung aus einer fünfjährigen Analyse das Material des entscheidenden ersten Jahres bearbeitet. Das „zentrale Anliegen des Buches“ ist es (S. 4), „die innere Logik und Bedeutung, mit denen sich unbewußtes Bildwerk selbst entfaltet, sowie den Reichtum und die Lebendigkeit des symbolischen Prozesses im allgemeinen aufzuzeigen“. Alles dreht sich dabei um die „schöpferische Funktion des Unbewußten, der objektiven Psyche“. Adler bringt ausdrücklich keine wörtlichen Protokolle seiner Interviews, sondern den symbolischen Wandlungsprozeß als eine „Autobiographie des Unbewußten“ (S. 6). Eine Auswahl geschah in Hinsicht auf „therapeutisch relevantes Material“. Adler meint, dadurch auch zu zeigen, wie „praktisch“ Jungs sogenannte „theoretischen Konstruktionen“ im Grunde seien und in welchem Ausmaße auf das Individuum bezogen (S. 7). Dem kam allerdings entgegen, daß die geschilderte Patientin 48 Jahre alt war, unverheiratet, doch keineswegs als „Ersatzlösung“ vor der Aufgabe stehend, ihre libido innerlich neu zu realisieren und zu introvertieren. Da es ja seitens der Jungschen Schule nur wenig „Falldarstellungen“ gibt, wird man schon aus diesem Grund