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Mit diesem Werk ist den beiden Autoren eine klare und umfassende Darstellung der Probleme gelungen, die der Begriff „Suggestion“ aufwirft. Durch die Verflechtung psychotherapeutischer und sozialpsychologischer Gesichtspunkte konnte das Suggestionsthema nicht nur im medizinisch-therapeutischen Feld, sondern auch in Beziehung zu zahlreichen anderen Lebensbezügen dargestellt werden, z. B. der Erziehung, der Gruppendynamik, der Wissenschaft und der öffentlichen Meinung. Einer abgerundeten phänomenologisch-deskriptiven Behandlung des Gegenstandes (Suggestionsbegriff, -theorien) fügen die Autoren ihre ungleich wichtigeren Ausführungen über das dynamische, zwischenmenschliche Geschehen in der Suggestion an. „Suggestion ist die affektive Beeinflussung der körperlich-seelischen Ganzheit auf der Grundlage eines zwischenmenschlichen Grundvollzuges: der affektiven Resonanzwirkung“ (S. 6). Hierbei werden auch die Funktion des psychoanalytischen Begriffes der Übertragung und des anthropologischen der Begegnung beim Suggestionsvorgang diskutiert.
Im Gegensatz zu zahlreichen minderrangigen Veröffentlichungen über das Suggestionsthema, in denen viel zu erfahren ist bezüglich der Eigenart des Suggerendus, ist in diesem Werk auch die Psychologie des Suggestors dargestellt und interpretiert. Kennt man diese und außerdem die zwischen beiden an der Suggestion beteiligten Partnern konstellierte zwischenmenschliche Beziehung, dann wird dieser rätselhafte Vorgang in weiten Bereichen überschaubar. Eine ähnliche Situation besteht ja auch in der Erziehung — die Psychologie des Schülers wird eifrig studiert, die Psychologie des Lehrenden ist weitgehend tabuiert. Im Suggestor, wie er geschildert wird, vereinigt sich m. E. ein ausgeprägter Narzißmus mit der Fähigkeit, für alle positiven Besetzungsimpulse des Suggerendus offen zu sein.
Experimentelle Ergebnisse, Beziehungen zum bedingten Reflex, die Wirkung von Auslösern, Placebountersuchungen bereichern den Informationsgehalt des Buches. Den Arzt w