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Wie die Literaturhinweise am Ende dieses wichtigen Buches beweisen, gibt es nur wenige systematische psychoanalytische Studien über Homosexualität.
Dieses Buch ist nun das Resultat einer systematischen Untersuchung von 106 männlichen Homosexuellen, die sich in psychoanalytischer Behandlung bei Mitgliedern der Society of Medical Psychoanalysts befanden. Reichhaltige und detaillierte Daten aus der Analyse wurden gesammelt und dann klinisch und statistisch „analysiert“. Es wird betont, daß es das erste Mal sei, daß sich eine Gruppe von praktizierenden Psychoanalytikern an einer solch langen Studie beteiligten.
Die Arbeit begann 1952, und das Thema wurde gewählt, weil, so schien es, „Homosexualität“ als ein „klares Symptom“ erkannt würde, und daher keine „diagnostischen Schwierigkeiten bereitete“. Zum Schluß gehörten dem Team acht medizinische Psychoanalytiker und ein klinischer Psychologe an. Das Projekt dauerte neun Jahre und wurde mit der Hilfe einer Sozialpsychologin beendet (Toby B. Bieber).
Das Buch untersucht genauestens die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Familienmitgliedern des Homosexuellen, verwirft alte Theorien und Legenden über Homosexualität und räumt mit alten Klischees auf. Die Verf. sind zu sieben Ergebnissen gekommen:
Von den 106 behandelten Homosexuellen wurden 29 % schließlich vollkommen „heterosexuell“.
Nur zwei Patienten mit weniger als 150 Stunden Behandlung wurden normal; die anderen brauchten längere Behandlung.
Der Patient war gewöhnlich nicht Einzelkind, und bei Auftreten seiner homosexuellen Fehlhaltung war er durchschnittlich 16 Jahre alt.
Einige Gründe, warum der Patient oft dazu neigte, seine Behandlung früh abzubrechen, lagen darin, daß der Homosexuelle kein Geheimnis aus seiner Abnormalität machte, und daß er zur Zeit der Behandlung immer noch homosexuell aktiv war.
Mehrere Homosexuelle waren schon am Anfang der Behandlung bisexuell; sie waren unter 35 Jahre alt und wurden oft mehr als 150 Stunden, manchmal 350 Stunden oder mehr behande