You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
H. Roth begründet in seinem Vorwort dieses verdienstvolle Projekt mit dem bedeutsamen und immer noch, zunehmenden erzieherischen Einfluß der mächtigen Massenmedien. Aus Vorversuchen mit Filmwirkungsuntersuchungen ergaben sich drei Entschlüsse: Beschränkung auf einen Teilbereich, methodische Exaktheit, quantitative Absicherung der Ergebnisse. „Als das wichtigste Thema der Filmwirkung erschien uns die Frage nach der aggressionssteigernden oder aggressionsmindernden Wirkung der Filme, die von Jugendlichen bevorzugt besucht werden“ (Seite 7). Um nachkontrollierbare Testreaktionen vor und nach dem Film zu erhalten, blieb nur übrig, Attitüden-Skalen zu entwickeln. „Rund 4000 Schüler waren an der Konstruktion, Verläßlichkeitsbestimmung und Validation der Skalen beteiligt. In der eigentlichen Filmuntersuchung wurden weitere 2200 Schüler mehrfach getestet“ (Seite 8). Zur Klärung und Deutung der Befunde mußte eine eigene, die Theorien der Lernpsychologie modifizierende filmische Lerntheorie entwickelt werden. Roth sagt zu der „pädagogischen Bedeutsamkeit der Ergebnisse“: „eine Änderung der Attitüden zieht in der Regel auch eine Änderung des tatsächlichen Verhaltens nach sich, wenn die übrigen Verhaltensbedingungen gleichbleiben, wozu unsere Validations-untersuchung selbst Bestätigungen erbracht hat. Wenn wir auch die Nachwirkung von Aggressionssteigerungen über längere Zeiträume nicht messen konnten, weil die späteren Einflüsse niemals ausschaltbar oder konstant zu halten gewesen wären, so ist doch schorr die Tatsache einer unmittelbar meßbaren, in ‚paper-and-pencil-Tests‘ sich ausdrückenden Veränderung der Einstellung zur Aggression eine pädagogische Tatsache