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Dieses Buch enthält die Vorträge und anschließenden Diskussionen einer Tavistock Studiengruppe, an der sich Psychologen, Psychoanalytiker und Zoologen beteiligten. Gegenstand des Symposions war die systematische Erforschung der frühen Kind-Mutter-Beziehung. Angestrebt wurde ein. Gerüst solider empirischer Fakten mit Hilfe wissenschaftlich einwandfreier Arbeitsmethoden.
Helen Blauveit und J. McKenna (New York) berichten über die von ihnen genau registrierten Orientierungsreaktionen neugeborener bis einige Tage alter Säuglinge gegenüber standartisierten Berührungsreizen an der Wange. Anschließend schildert Mavis Gunther (London) in einer kurzen aber eindrucksvollen Mitteilung (unter anderem) ihre Beobachtungen über den Einfluß von Form und Beschaffenheit der Brust auf das Trinkverhalten des Säuglings. Ein weiteres Kurzreferat von H. F. R. Prechtl (Groningen) ist einigen noch unabgeklärten neurologischen Abnormitäten bei Säuglingen mit vermuteten Gehirnschäden infolge pränataler oder paranataler Komplikationen gewidmet. Es folgen zwei tierpsychologische Arbeiten. Jay S. Rosenblatt, G. Turkewitz und T. C. Schneirla (New York) zogen junge, während verschiedenen Entwicklungsperioden von ihren Müttern getrennte Kätzchen mit Hilfe von milchspendenden Attrappen auf und beobachteten den Einfluß der Trennung von der Mutter auf ihre weitere Adaptationsfähigkeit gegenüber der stillenden Mutter und auf ihre sozialen Reaktionen im Allgemeinen. H. F. Harlow (Wisconsin, USA) weist in seinen bekannten Versuchen mit jungen Rhesusaffen auf die Bedeutung des Sich-Anklammerns und des Körperkontaktes für die Entwicklung einer affektiven Bindung an die Mutter hin. Anschließend geben Geneviève Appell und Myriam David (Paris) einen summarischen Bericht über den psychotherapeutischen Behandlungsverlauf bei einem psychisch stark retardierten 2½jährigen Mädchen. In einer zweiten Arbeit versuchen die beiden Autoren möglichst zahlenmäßig exakt die Unterschiede in der Pflege von zwei Gruppen von