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Auf Grund eines reichen Tatsachenmaterials weist Verf. auf die negativen Einflüsse von Presse, Rundfunk, Fernsehen, Comics usw. auf die allgemeine Volksbildung wie speziell die Jugenderziehung hin. In einer schlagwortgemünzten Schwarzweiß-Malerei entsteht dabei allerdings ein etwas beängstigendes Bild unseres veräußerlichten Kulturoptimismus.
Um nur ein fragwürdiges Beispiel zu nennen: Der Zusammenhang zwischen Kinobesuch, Comiclesen und ansteigender Jugendkriminalität hat sich bei genauer Betrachtung doch als zu vielschichtig erwiesen, als daß man ihn simplifizierend in einen einfachen Kausalzusammenhang bringen könnte. Zu wenig wird auch auf die positiven Bildungsmöglichkeiten der Massenmedien, z. B. die reale Notwendigkeit des Einbaues von Schulfunk und Schulfernsehen in den fortschrittlichen Erziehungsplan eingegangen.
Als wesentliche Frage bleibt offen, ob sich wirklich die maßgeblichen staatlichen Positionen durch die Schrift angesprochen fühlen: Solange Verbreitung bzw. Zensur von Presse, Film, Rundfunk usw. weitgehend von Wirtschaft und Politik bestimmt werden, werden auch Comics, Gruselfilme und Fernseh-Krimis trotz der mit großem Ernst vorgetragenen ethischen und moralischen Bedenken des Verf. „im Geschäft bleiben“.