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Überblickt man Bücher über sexuelle Aufklärungsfragen, so hat man oft den Eindruck, daß immer noch zu wenig oder zu verhüllt gesprochen wird. Die gesellschaftlichen Tabus scheinen fest fundiert.
Wenn dieses bei der Verf. sicher nicht der Fall ist, dann liegt das an ihrem Kunstgriff, den Leser in einer natürlichen Form, gewissermaßen ab ovo das Problem der sexuellen Reifung eines Kindes als Sexualerziehung und nicht als stets verspätete bzw. überstürzte sexuelle Aufklärung miterleben zu lassen. Indem in Form von Gesprächen aus der ärztlichen Praxis vom ersten Lebensjahr des Kindes an die wichtigsten sexuellen Fragen besprochen werden, gibt es keine falsche Scham, sondern nur ein natürliches Interesse, dem offen begegnet wird.
Mit diesem Buch werden viele Eltern den Mut finden, in kritischen Situationen ihren Kindern Frage und Antwort zu stehen, besonders wenn sie es von Anfang an mitgelesen und mitgedacht haben.