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Aus jahrelangen Erfahrungen mit leistungsschwachen Volks- und Hilfsschülern erwachsen, ist diese Arbeit ein wichtiger Beitrag auf dem Gebiet der Ausdruckspsychologie. Auf Grund seiner zahlreichen Beobachtungen in Volks- und Hilfsschulklassen ist der Verf. zu der Überzeugung gekommen, daß der Ausdruck eines Kindes im Hinblick auf sein Intelligenzniveau diagnostischen Wert besitzt, und er versucht, das intuitive Ausdrucksverstehen des erfahrenen Praktikers wissenschaftlich zu unterbauen. Dabei befaßt er sich ausschließlich mit dem Ausdruck der Intelligenzschwäche und bemüht sich, dem Pädagogen, Psychologen und Mediziner eine gewisse Anleitung zu geben, den Ausdruck der Debilität sehen zu lernen.
Während er immer wieder betont, daß das ganzheitliche Sehen der nachherigen Beurteilung herausgelöster Teilgegebenheiten diagnostisch überlegen ist, greift der Autor in seinem Kapitel über die spezielle Diagnostik der Intelligenzschwäche einzelne Ausdrucksgebiete heraus und bespricht charakteristische Symptome, die auf Intelligenzschwäche hinweisen. Es werden dabei die in der statischen Körperphysiognomie erkennbaren somatischen Ursachen und Begleiterscheinungen des Schwachsinns erwähnt, vor allem aber der direkte Ausdruck der Intelligenzdefekte im bewegten Ausdrucksfeld von Mimik, Gestik, Haltung, Gang, Phonik, zeichnerischer Darstellung und Handschrift abgehandelt. Nach der analytischen Bestandsaufnahme der Schwachsinnsmerkmale gibt der Verf. kurze ganzheitliche Ausdrucksbeschreibungen von 16 debilen Kindern, wobei die Photographien dieser Schüler eine gute Hilfe sind, die besprochenen. Merkmale im Ausdruck erkennen zu lernen.
Entsprechend der Modellvorstellung, daß die Schichten des Ausdrucks zu den verschiedenen Bereichen der Intelligenzdefekte in Beziehung gesetzt werden können, zeigt sich bei einigen der ausgewählten Schüler die Debilität nur in den höheren Aus drucksformen, und zwar in den zeichnerischen Darstellungen und der Handschrift. Bei schwerer gestörten Kindern mi