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Dies ist ein seltsam bewegendes Buch: es fesselt den Geist des Lesers vom ersten der 33 Beispiele (Kapitel) an und nötigt ihn mit einem geheimen Zwang, bis zum letzten Beispiel weiter zu suchen, ob er nicht endlich versteht, wovon hier die Rede ist. Immer erneut glaubt der aufmerksam Lauschende, jetzt müsse sich ihm das Eigentliche, die ganze Wahrheit, enthüllen, um vielleicht allmählich zu ahnen: Wahrheit ist nicht etwas außer mir, das sich einfach enthüllt, sondern sie ist in mir selbst, dann nämlich, wenn ich selber ihre Evidenz oder mich selber in ihrer Evidenz erlebe.
Das „Bi-Yän-Lu, die Niederschrift von der Smaragdenen Felswand“ stellt das heute noch anerkannte Grundbuch des Zen dar, bestehend aus einer Sammlung von hundert „Beispielen“, von denen diese Ausgabe die ersten 33 wiedergibt. Die Beispiele enthalten überlieferte Aussprüche bzw. kurze Begegnungsszenen der ältesten chinesischen Zen-Meister (zwischen dem 3. u. 9. Jh. n. Chr.). Vor der Mitte des 11. Jh. wurden diese Beispiele von dem dichterisch hochbegabten Zen-Meister Hsüä-Dou zuerst zusammengestellt und von einem jeweils