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Die in internistischer Sicht noch nicht hinreichend geklärte Ätiologie und Pathogenese der Adipositas sowie daraus resultierende bescheidene Therapieerfolge mit reiner Diätetik führten dazu, daß sich auch die Psychosomatik dem Fettsuchtsproblem zuwandte. Das Hauptinteresse der Psychosomatik richtete sich vorwiegend auf Fragen seelischer Determinationen für gesteigerte Eßbedürfnisse sowie Fragen psychotherapeutischer Indikationen (Kaplan, 1957; Bruch, 1957). Da die entsprechenden Literaturbefunde aus verschiedenen Gründen nur schwer vergleichbar sind, möchten wir hier darauf verzichten, eine Literaturübersicht zu geben, sondern uns vielmehr auf die Wiedergabe eigener Untersuchungsbefunde konzentrieren.
Unser Beobachtungsgut bestand aus 20 weiblichen und 20 männlichen, primär aus internistischen Gründen überwiesenen Fettsuchtskranken im Alter von 16 bis 55 Jahren.
Voraussetzungen für die Erfassung waren
Progredienz hinsichtlich des überschießenden Fettgewebswachstums,
adiposoid-dysplastischer Körperbau im Sinne der Kretschmerschen Habitussystematik (vgl. hierzu Freyberger, 1960),
Behandlungsresistenz gegenüber der bisherigen Somatotheraphie.
Das weitere methodische Vorgehen bestand in
diätetischer Entfettungskur von mindestens zwei- bis dreimonatiger Dauer,
mindestens 12, gleichmäßig über die Diätkur verteilten psychologischen Explorationen,
psychologischer Testbatterie, nämlich Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene (HAWIE), Rorschach-Test, Thematischer Apperceptionstest (TAT.), Wartegg-Zeichentest (WZT.), House-Tree-Person-Test (HTP.), Schriftbild.