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Vom 8. bis 12. Juli 1962 fand in Paris unter dem Vorsitz von J. Ravina (Paris) – die Organisation lag in den bewährten Händen von H. Michel-Wolfromm und L. Chertok (Paris) – der „1. Internationale Kongreß für Psychosomatische Medizin, Schwangerschaft und Mutterschaft“ statt. Leitthemen waren „Psychologische und soziologische Untersuchung der Frau unter besonderer Berücksichtigung von Schwangerschaft, Entbindung und postpartaler Periode“, „Psycho-Physiologie der Wehen“, „Theorien, praktische Erfahrungen und Ergebnisse der psychosomatischen Geburtsvorbereitung“ sowie „Bewertung und Begrenzung der psychosomatischen geburtshilflichen Methoden“. – Da es unmöglich ist, im Rahmen dieses Berichtes die ca. 146 Vorträge auch nur annähernd zu skizzieren, soll lediglich auf einige Vorträge hingewiesen und danach kurz eingegangen werden auf das besonders eingehend behandelte Thema der Psychoprophylaxe der Geburt.
Hinzuweisen wäre zunächst, neben dem Referat von M. Head (USA.) („Conception, Pregnancy, Labour and Puerperium in Cultural Perspective“), auf Vorträge von G. L. Bibring (USA.) sowie R. Held (Frankreich), denen sich R. Spitz (USA.) mit glänzend fundierten Demonstrationen anschloß. Bibring beschäftigte sich, unter Anführung klinischer Beispiele, vornehmlich mit denjenigen Aufgaben, die im Hinblick auf das Mutterwerden gelöst werden müssen, nämlich den notwendigen Umstellungen der Beziehung zur eigenen Mutter und zum Ehemann in seiner neuen Rolle als Vater sowie den Veränderungen der Beziehung des „Ichs“ als Einheit in Richtung einer Erweiterung zur „Wir (Ich-Kind)-Einheit“. – Ebenfalls unter Zugrundelegung eigener klinischer Beispiele behandelte Held im Rahmen seines Themas „Connaissance psychoanalytique de la Gestante et de la jeune Mère“ die prä- und postpartalen Depressionen, ferner die Beziehungen Schwangerschaft–Wochenbett–Frigidität, Schwangerschaft–erwartetes Geschlecht des Kindes, sexuelle Perversionen–Schwangerschaft, weiterhin die mannigfaltigen –